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Stimmen aus dem Gemeinderat: Wer will ein Sozialticket wirklich?
Im Stadtblatt (28.03.) informiert Stadtrat Thomas Krzal (SPD), dass Hartz IV für Mobilität
22 Euro beinhaltet. Im Sozialausschuss lehnte er - gemeinsam mit fast allen anderen
Ausschussmitgliedern - unseren Antrag vehement ab. Wir hatten beantragt, dass die Verkehrsbetriebe nur
die zusätzlichen Kosten für dieses Ticket berechnen dürfen. Zusätzlich wollten wir die
Betroffenen fragen, wie sie den ÖPNV jetzt nutzen, mit Sozialticket nutzen würden
und bis zu welcher preislichen Schmerzgrenze sie eine Monatskarte kaufen würden. Wenn nach
Nutzung und akzeptierten Kosten nicht einmal gefragt wird, wie kann dann ein bedarfsgerechtes
ÖPNV-Angebot entwickelt werden.
Mobilität muss für Arme bezahlbar sein. Da ist es unehrlich, beim Vorschlag des 1,5-fachen
des verfügbaren Geldes - 33,80 Euro monatlich sind vorgesehen - nicht einmal fragen zu wollen,
ob die Betroffenen das zahlen würden.
Hilde Stolz, 23.04.2012
Stimmen aus dem Gemeinderat: Heidelberg setzt Maßstäbe ...
... in Zeiten von Umtrieben rechter Gesinnung in Deutschland. Treitschke wird nicht mehr mit einem
Straßennamen geehrt. Nach Jahren der Diskussion erfolgte jetzt die Umbenennung. Wir freuen uns, dass unser
Vorschlag, die Straße nach dem jüdischen Ehepaar Goldschmidt zu benennen, von der Mehrheit im Gemeinderat
mitgetragen wurde. Leontine u. Victor Goldschmidt haben Heidelberg reich beschenkt, u.a. 1919 mit der Gründung
der J.u.E. v. Portheim-Stiftung, die u.a. frei von allen gesellschaftlichen, politischen und religiösen
Beschränkungen sein sollte. Die Denkkultur Treitschkes hat dem 1933 ein Ende gesetzt.
Diesen Beitrag schrieb Roswitha Claus, die den Namen Goldschmidtstraße vorgeschlagen hat, 05.04.2012.
Stimmen aus dem Gemeinderat: Gehen Sie doch ...
... mal wieder ins Altstadtkino LUX-HARMONIE.
Im Moment können nur viele, viele Kinogänger dem Projekt die dringend benötigte Zeit
verschaffen. Die Umsetzung von Ideen zur Aufwertung von Theaterstraße und -platz zu einer
"Kulturinsel der Altstadt", die in den Altstadt-Bürgerinitiativen aktuell ausgearbeitet werden,
braucht mehr Unterstützung und Zeit, als das LUX-HARMONIE momentan hat. Bis zum Jahresende,
dem aktuellen Ende des Mietvertrages für das Gebäude, ist nur wenig Zeit, die jetzt
auflaufenden Anfangsverluste auszugleichen. An wünschenswerte Investitionen in Ausstattung
und Technik ist so nicht zu denken. Jeder einzelne Kinobesucher hilft hier weiter. SIE WERDEN GEBRAUCHT,
gehen Sie hin!
Hilde Stolz, 19.03.2012
Stimmen aus dem Gemeinderat: Die LBBW Immobilien GmbH,
die 600 Wohnungen in Heidelberg besitzt, ist verkauft an ein privates Konsortium unter der Führung
der als Heuschrecke bekannten Augsburger Patrizia Immobilien GmbH. Die Stadtspitze sah Anfang 2011 keinen
Handlungsbedarf: die GGH beteiligte sich nicht an der kommunalen Bietergemeinschaft, die jetzt mit einem
Gebot nur gering unter dem der Patrizia leer ausging.
Jetzt muss die Stadt jede Einflussmöglichkeit nutzen zum Mieterschutz und zur Einhaltung
der Sozial-Charta beizutragen. Was 2008 mittels Bürgerentscheid für die 610 GGH-Wohnungen auf
dem Emmertsgrund verhindert werden konnte, droht jetzt für die LBBW-Wohnungen: Erhöhung der Mieten,
unzureichender Substanzsicherung, Aufteilung in Eigentumswohnungen
und Verkauf ohne Rücksicht auf die Mieter.
Hilde Stolz, 05.03.2012
Stimmen aus dem Gemeinderat: Wir trauern mit seiner Familie und seinen Freunden
um Joachim Weber
Lieber Joachim, danke für deine engagierte und fachlich kompetente Mitarbeit im Gesamtelternbeirat, im Beirat
für Menschen mit Behinderungen und darüber hinaus auch bei vielen kleineren und größeren
Projekten und Aktionen. Du wirst in Heidelberg fehlen!
Joachim Weber stand wie wir immer auf der Seite der Schwächeren. Zu Fragen des sozialen Ausgleichs und -
aus eigener Erfahrung - der Inklusion im Zusammenhang mit Schulpolitik und Kinderbetreuung hat er immer konkret
und klar Stellung bezogen. Wir durften auch oft seinem Rat vertrauen,
wenn es um Fragestellungen der Stadtökologie ging.
Hilde Stolz, 06.02.2012
Stimmen aus dem Gemeinderat: Konversion der US-Flächen
Wir müssen die Konversion der US-Flächen vor allem dazu nutzen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Sie ist eine
einzigartige Chance, den Mietspiegel und die Preise für Wohneigentum vom höchsten Niveau in
verträglichere Regionen zu bringen. Hier dürfen die bei der Bahnstadt gemachten Fehler nicht wiederholt
werden. Fragen, die die Entwicklung der US-Flächen betreffen, dürfen nur bedingt mit dem Thema
"Internationale Bauausstellung" verknüpft werden. Diese greift zu kurz und dauert zu lange.
Veranstaltung zum Thema: Mi, 1.2. 19 Uhr Forum am Park mit Dagmar Enkelmann, MdB, Parlamentarische
Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion DIE LINKE
Hilde Stolz, 30.01.2012
Stimmen aus dem Gemeinderat: Jahresrückblick für 2011 - Teil 2
Unser großes übergeordnetes Ziel war, ist und bleibt es, für mehr Transparenz und
Nachvollziehbarkeit der kommunalpolitischen Entscheidungen und für eine bessere Einbeziehung der
Bürger zu sorgen. Deshalb zieht sich durch unsere ganze Arbeit die aktive Zusammenarbeit mit
interessierten und sachkundigen Menschen im Bürgernetz Heidelberg u.a. Initiativen:
Erhaltungssatzung für Neuenheim, Widerstand gegen Stuttgart 21, Eleonorenhaus, Bahnhofstraße,
Probleme der Altstadt (LINDA und ILA). Zu unseren Themen gehören auch die Aufklärung der
Spitzelaffäre, der Erhalt des Lux-Harmonie-Kinos, das begleitet uns ins nächste Jahr.
Wir wünschen Ihnen allen ein gutes Neues Jahr 2012.
Hilde Stolze, 19.12.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Jahresrückblick für 2011 - Teil 1
Ein Rückblick in dem geringen Platz, der uns zu Verfügung steht, geht nicht!
Nur ohne Kommentar aufzählen, was für uns zum Wichtigsten gehörte:
Schutz von Stadtstruktur und von Denkmalen: Bahnhofstraße,
Fuchs'sche Villa, Eleonorenhaus, Beethovenstraße
Verkehrskonzept: kein Neckarufertunnel, statt dessen Qualitätsoffensive ÖPNV,
Straßenbahnen Unilinie und Umland;
Soziales z.B.: Bericht zur sozialen Lage (Heidelberg-Pass und Metropolticket), Asyl;
städtische Finanzen: Sichern der Projekte im sozialen und kulturellen Bereich, Verringerung der
Neuverschuldung;
die Umbenennung der Treitschke-Straße.
Wir danken für die Unterstützung im Gemeinderat und noch mehr durch Bürgerinitiativen und
interessierte Bürger und wünschen allen Frohe Weihnachten.
Dr. Arnulf Weiler-Lorentz, 19.12.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: S 21: Die Ausstiegskosten-Fabel
Die Befürworter des Stuttgarter Tiefbahnhofes, darunter auch die Heidelberger CDU, behaupten, es
entstünden bei einem Ausstieg aus dem Projekt Kosten von 1,5 Milliarden Euro. Dies ist schlicht falsch.
Von diesem Betrag sind mehr als die Hälfte keine echten Kosten, sondern Rückzahlungen der Bahn an die
Stadt Stuttgart für das Gleisareal des Bahnhofs, das sie bereits 2001 gekauft hatte. Bisher beauftragte
Firmen haben einen Anspruch auf Erstattung der tatsächlich entstandenen Kosten und der entgangenen Gewinne.
(Diese machen aber nur einen Bruchteil des Auftragsvolumens aus.) Eine Untersuchung der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Märkische Revision geht von Ausstiegskosten von 350 Millionen Euro aus.
Dies sind 4-8 Prozent der Gesamtkosten für das Projekt, welche Schätzung man immer auch zugrunde legt.
Fazit: Man wirft kein gutes Geld schlechtem hinterher.
Für ein Projekt, das keine verkehrlichen Verbesserungen bringt.
Dr. Arnulf Weiler-Lorentz, 12.11.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: S21 - die Ausstiegsfabel
Die Befürworter des Stuttgarter Tiefbahnhofes nennen Kosten von 1,5 Milliarden Euro für den Ausstieg aus S21.
Dies ist schlicht falsch. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Märkische Revision beziffert die reinen
Ausstiegskosten mit 350 Millionen Euro. Dies sind 4 bis 8 Prozent der Gesamtkosten für S21, welche
Schätzung man immer auch zugrunde legt.
Fazit: Man wirft kein gutes Geld schlechtem hinterher. Für ein Projekt, das keine verkehrlichen
Verbesserungen bringt. Von den Milliarden Euro der Befürworter - darunter auch die Heidelberger CDU - sind
mehr als die Hälfte keine echten Kosten, sondern Rückzahlungen der Bahn an die Stadt Stuttgart für
das Gleisareal des Bahnhofs, das sie bereits 2001 gekauft hatte. Nur beauftragte Firmen haben einen Anspruch auf
Erstattung der tatsächlich entstandenen Kosten und der aus erteilten Aufträgen entgangenen Gewinne.
Hilde Stolz, 07.11.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Berliner Straße
Schon bei der Verabschiedung der Rahmenplanung für die Berliner Straße hatten die Bezirksräte eine
intensive Mitwirkung bei der Konkretisierung gefordert, etwa in Form von Auswahl zwischen Alternativen. Jetzt werden
fertige Bebauungspläne vorgelegt, die nur sehr schwer geändert werden können. Auch weil die Uni beim
Campus-Hotel schon PPP-Verträge fertig hat und beim Mathematikon ein großherziger Spender sich nur ungern
hineinreden lassen wird. Wozu Bezirksbeiräte, wenn man sich um deren Voten nicht kümmert.
Was nützt eine auf 10 Jahre angelegte Internationale Bauausstellung zur stadtgestalterischen Verbindung von
Stadt und Uni, wenn jetzt schon an der Berliner Straße neue, massive und langgestreckte Baukörper den
Campus vom Rest der Stadt abriegeln?
Hilde Stolz, 17.10.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Ist Kino Kultur?
Ich bin der Meinung: Ja. Und dazu gehört unverzichtbar auch das Main-Stream-Kino. Nicht zuletzt deshalb muss
die Schließung des LUX/Harmonie jetzt verhindert werden. Ob überhaupt und wo ein neues Multiplexkino gebaut
werden soll, kann erst dann ohne Sachzwänge diskutiert werden. Bisherige Freiflächen in der Altstadt kommen
für uns nicht in Frage. Am Theaterplatz jedenfalls muss der unsinnige Plan für ein Einkaufszentrum dort
zurück gestellt, am besten ganz aufgegeben werden. Mit 80 Prozent hatten sich schon 2007 die
Altstadt-Einzelhändler eindeutig gegen einen "Einzelhandelsmagneten" an dieser Stelle ausgesprochen.
Hilde Stolz, 19.09.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Klimaschutz im Mühltal
Heute hat die BI Mühltal/Eleonorenhaus das Wort: "In Heidelberg wirft man alle selbstgesteckten Ziele zum
Schutz des Stadtklimas über Bord, kehrt alle bisher gültigen Richtlinien ins Gegenteil und ruft:
Investoren herbei, baut auf den letzten Grünflächen in begehrten Lagen, familiengerecht und nach
Passivhausstandard, dann darf's auch etwas mehr sein. Wir sind es leid, uns die (Kalt)-Luft durch
überdimensionierte Bauvorhaben abstellen zu lassen und rufen mit 2200 Unterzeichnern unserer
Unterschriftenlisten: Hände weg vom Mühltal, Hände weg von Handschuhsheim.
In Mannheim dagegen werden vorhandene Grünflächen geschützt und in Neubaugebieten großflächig
geschaffen."
Hilde Stolz, 12.09.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Verkehrspolitik heute
In einer Stadt wollen die Bürger leben, nicht nur Auto fahren. Deshalb greifen die Aussagen des Leiters des
Amtes für Verkehrsmanagement, Alexander Thewalt, viel zu kurz. Er hatte dem Gemeinderat vorgeworfen, den Bau
von Straßen vernachlässigt zu haben (Interview RNZ 12.7.2011). Heidelberg führe noch die
Diskussion von vor 20 Jahren. Davon kann gar keine Rede sein. Zum ersten Mal geht in den letzten Jahren der
Autoverkehr zurück, in manchen Bereichen deutlich. Das Auto wird zunehmend als eines von verschiedenen
Verkehrsmitteln genutzt. Radfahren und Carsharing boomen, und die Zuwachsraten bei der S-Bahn sind erheblich.
Die Heidelberger Verkehrspolitik muss weiterhin den öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr fördern
und die Wege von Fußgängern verbessern, um damit Lärm und Abgase in der Stadt und den
CO2-Ausstoß weltweit zu verringern.
Dr. Arnulf Weiler-Lorentz, 24.07.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Asyl in Heidelberg
Ist es richtig, Asylbewerbern weniger Fläche pro Person zum Leben zur Verfügung zu stellen als
für einen Hund vorgesehen ist? Ist es sinnvoll und gut, dass Asylbewerber nur gegen Warengruppengutscheine
in festgelegten Geschäften einkaufen können? Warum sollen sich Asylbewerber nicht über die
Grenzen Heidelbergs hinaus frei bewegen können? Braucht es mehr und intensivere Deutschkurse, damit sich
die Neubürger hier bei uns eingewöhnen können?
Dies und mehr zur Lebens- und Wohnsituation von Asylbewerbern möchten wir im Gemeinderat diskutieren
und zumindest die von der neuen Landesregierung im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Verbesserungen
schnellstmöglich für Heidelberg auf den Weg bringen.
Hilde Stolz, Dr. Arnulf Weiler-Lorentz, 18.07.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Fuchssche Villa
Mit dem Verkauf der Fuchsschen Villa droht auch der Abriss. Es werden Renovierungskosten in einer Höhe
genannt, die es einem Investor ermöglichen, das Gebäude abzureißen und das Grundstück neu zu
bebauen. Denkmalschutz greift nicht, wenn er geltend machen kann, ein Erhalt des Gebäudes sei für ihn
unzumutbar, da die Kosten einer Renovierung nicht über die Nutzung erwirtschaftet werden können.
Einem Abrissantrag müsste dann stattgegeben werden. Der Investor könnte so hoch bauen, wie die
Umgebungsbebauung. Er könnte zusätzlich auf dem Teil des Geländes, der nicht durch die
Erhaltungssatzung Weststadt geschützt ist, neue Gebäude errichten. Wir haben deshalb für den
Bereich der Fuchsschen Villa die Aufstellung eines Bebauungsplans und eine Veränderungsperre beantragt.
Mit einem Bebaungsplan kann die Bebauung in der bestehenden Form und Größe festgeschrieben werden.
Das macht es für einen Investor uninteressant, Abbruch und Neubebauung zu planen.
Dr. Arnulf Weiler-Lorentz, 11.07.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Olympiapark
Was 2006 gegen das Hopp-Stadion sprach, ist alles auch beim Olympia-Park der Asiaten richtig:
Grünflächen haben Vorrang, die Klimawirksamkeit verbietet die Bebauung dieser
Flächen, umfangreiche Neugestaltung der Verkehrswege wären nötig, zusätzlicher Verkehr
belastet insbesondere den Pfaffengrund, ... um nur einige zu nennen.
Es kommt dazu, dass wir den Nutzen eines solchen nur für Asiaten zugänglichen Trainings- und
Wellness-Gebietes in der Region nicht sehen: Für den Breitensport ist es verzichtbar. Nutznießer
wären lediglich das Image und einige wenige Dienstleister. Auch wenn reiche Scheichs uns von unseren im eng
besiedelten Deutschland nur noch spärlich vorhandenen Grünflächen mit ihren Öl-Millionen
welche abkaufen möchten, brauchen wir dem nicht nachzugeben!
Hilde Stolz, 04.07.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Stuttgart 21
Montagmorgen: 300 Menschen, davon mindestens drei aus Heidelberg, blockieren die Arbeiten zum Grundwassermanagement
im Zusammenhang mit dem Ausbau des Tiefbahnhofs Stuttgart 21: Keine Zufahrt für Baufahrzeuge, kein Zugang
für Bauarbeiter. Die Polizei ist bisher tolerant und zurückhaltend. Die Demonstranten wehren sich gegen die
Verdopplung der Grundwasserentnahme auf 6 Milliarden Liter. Wir fordern alle auf, sich gegen S21 einzusetzen. Dort
wird Geld unnötig verbuddelt, das bei uns für den Ausbau der S-Bahn
Heidelberg-Mannheim und den Neubau der Strecke Mannheim-Frankfurt gebraucht würde.
Hilde Stolz, 23.05.2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Eleonorenhaus Handschuhsheim
Ein sozialer Träger will verkaufen, ein Investor bauen. Da können natürlich Gesichtspunkte des
Landschaftsschutzes, des Naturschutzes, des Kleinklimas, der Stadtstruktur nicht mehr berücksichtigt werden.
Der Bauausschuss folgte dem Votum des Bezirksbeirates und beantragt im Gemeinderat die Offenlage eines
vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der gegen maßgebliche Planung verstößt: den Flächennutzungsplan
des Nachbarschaftsverbaundes, die eigenen städtische Planungen im Modell räumlicher Ordnung, im
Stadtteilrahmenplan, im Freiflächenstrukturkonzept und im Baudichteplan. Nur ein Vertreter der
Bunten Linken/Die Linke und zwei Vertreter der SPD im Bezirksbeirat haben sich gegen das Vorhaben ausgesprochen.
Der ökologische Protest der Grünen und der GAL blieb aus. Jetzt liegt es bei den Bürgern, sich gegen
dieses Projekt zu wehren.
Arnulf Weiler-Lorentz, 11.04.2011
Rede zur Einbringung des Haushaltes 2010/11
wird demnächst hochgeladen
Hilde Stolz, März 2011
Stimmen aus dem Gemeinderat: Zuständigkeit der Region Rhein-Neckar, aber nicht des Heidelberger Gemeinderates?
Im September wird im Gemeinderat mit breiter Unterstützung beantragt, über das Bahnprojekt Stuttgart 21 zu
behandeln, da die enormen Kosten dieses Projektes den Ausbau des Schiennetzes in der Region gefährden.
OB Würzner weigert sich, diesen Tagesordnungspunkt auf die Tagesordnung des Gremiums zu setzen.
Das Thema falle nicht in die Zuständigkeit des Gemeinderates. Mitte November beteiligen sich die Vertreter der
Stadt Heidelberg, darunter Erster Bürgermeister Stadel, im Planungsausschuss des Verbandes Region Rhein-Neckar an
einer Abstimmung, die sich für den Bau von Stuttgart 21 ausspricht. Wir fordern den Oberbürgermeister auf,
unverzüglich beim Verband Region Rhein-Neckar vorstellig zu werden und zu fordern, diese Resolution
zurückzuziehen, da dieser Verband nach seiner Lesart ebenfalls keine Zuständigkeit hat.
Arnulf Weiler-Lorentz, 13.12.2010
Weitere Texte folgen
Die Seite befindet sich noch im Aufbau.
Hilde Stolz, Arnulf Weiler-Lorentz, Mai 2011
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