| Presse und Flugblätter 2008 |
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Presseerklärung zur Kommunalwahl 2009
Bunte Linke und Die Linke treten mit gemeinsamem Wahlvorschlag zur Gemeinderatswahl 2009 an
Der gegebenen Heidelberger Kommunalpolitik mit ihren Tendenzen und Interessen eine Politik der sozialen
Verantwortung und demokratischen Kontrolle entgegen zu setzen, sei das vorrangige Ziel einer Listenverbindung
von Bunte Linke und Die Linke, so Dr. Klaus Zimmermann, Gründungsmitglied der Bunten Linken.
"Es gilt, einer Position in Heidelberg mehr Gewicht zu geben, die für eine Kultur wirksamer
Bürgerbeteiligung und sozialer Solidarität eintritt und nicht weniger gegen eine
Zerstörung der Stadtstruktur und des öffentlichen Raums," so der GAL-Altstadtrat auf der
Mitgliederversammlung der Bunten Linken. Dabei könne es keinesfalls darum gehen, die Mitglieder
der Bunten Linken mit ihrem vielfältigen politischen Hintergrund in eine Parteistruktur einzubinden.
Der unabhängige und kritische Ansatz der Bunten Linken, auch gegenüber der Partei Die Linke,
bleibe selbstverständlich erhalten.
BL-Stadtrat Dr. Arnulf Weiler-Lorentz wies darauf hin, dass es der Bunten Linken durch den aktiven Einsatz
ihrer Mitglieder gelungen sei, Bürgerinitiativen bei ihren Anliegen mannigfach zu unterstützen.
Es gelte jetzt, diesen Beweggründen im Gemeinderat das nötige Gehör und die angemessene
Wirksamkeit zu verschaffen. Dazu gehören die Anliegen der Altstadt, des Emmertsgrunds und der
Bahnhofstraße und ebenso die Ablehnung von überzogenen Großprojekten, die wegen ihrer
unverhältnismäßigen Mittelbindung die Entscheidungsspielräume auf Jahre hin aufheben
oder öffentliche Projekte in die Abhängigkeit von Privathänden treiben würden.
Die Bunte Linke sieht in dem gemeinsamen Wahlvorschlag Mittel und Möglichkeit, die Stadtpolitik im
Sinne eines sozialen Ausgleichs sowie der Schaffung und Erhaltung eines lebendigen Stadtgefüges
nachhaltig zu beeinflussen. Das wirksame Verfolgen dieser Anliegen ist der Bunten Linken so wichtig,
dass auch geäußerte Bedenken gegen die Listenverbindung dahinter zurückstehen.
Bunte Linke, 11.12.2008 - pdf
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Presseerklärung zur Erweiterung der Stadthalle
Der Bau eines neuen Kongresszentrums bei der Stadthalle komme für die Bunte Linke nicht infrage,
so Ursula Beitz, Mitglied der Gruppe. "Bei solchen Planungen darf nicht das Maß für die bauliche
Struktur und für die Kleinteiligkeit der Altstadt verlorengehen". Das Raumprogramm, das bisher am
Bahnhof verwirklicht werden sollte, sei in der Altstadt nicht unterzubringen. Ein Bauwerk, wie es in der
Machbarkeitsstudie vorgestellt worden ist, würde die Dimensionen der Altstadt sprengen und die
bestehenden Beziehungen zum Neckarufer zerstören. Die Stadthalle sei als denkmalgeschütztes
Gebäude ein Solitär, an den man nicht einfach anbauen könne, meinte Hilde Stolz,
Sprecherin der Bunten Linken. Die Kongressnutzung an dieser Stelle solle sich lieber an der Devise
"klein aber fein" orientieren und das sei ja auch heute schon möglich. Außerdem werden
fehlende Grundlagen für eine Grundsatzentscheidung über den Standort moniert, zum Beispiel
tragfähige Untersuchungen zum Bedarf an Kongresseinrichtungen, zur Verkehrsbelastung, zum Kleinklima
und zur städtebaulichen Auswirkung eines solchen Projektes am Standort Stadthalle. Beim Standort
Bahnhof wären weniger negative Folgen zu befürchten, auch verkehrlich ist er besser erschlossen.
BL-Stadtrat Dr. Arnulf Weiler-Lorentz erinnerte daran, dass die Stadt ganz andere - vorrangige - Probleme
habe, die den Einsatz der Mitarbeiter und die Finanzen der Stadt erforderten. Priorität habe für
ihn die Entwicklung der Bahnstadt, die Schulsanierung, der Bau der Straßenbahnlinien ins Neuenheimer
Feld und in die Altstadt. Die Emmertsgrundbebauung müsse in Teilen umgestaltet und die soziale
Infrastruktur in diesem Stadtteil verbessert werden. Schließlich brauche die Gesellschaft für
Grund- und Hausbesitz eine ausreichende finanzielle Ausstattung, um ihrer wichtigsten Aufgabe gerecht zu
werden, der Bereitstellung kostengünstiger Wohnungen.
Den Äußerungen der Bürgerinitiative Erweiterungsbau Stopp! (BIEST!), Initiative Lebenswerte
Altstadt (ILA) und Bürger für Heidelberg zum Standort Stadthalle schließt sich die Bunte Linke
damit an und freut sich über das Engagement, das die Gruppen für eine zukunftsfähige und
bürgerfreundliche Weiterentwicklung der Stadt aufbringen. Sie fordert die Verwaltungsspitze der Stadt
auf, die Bürger ernst zu nehmen und sie früher und intensiver als bisher in die Planungen
einzubeziehen.
Bunte Linke, 6.4.2008 - pdf
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