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Kinder und Jugend

Kinder

Kinder können sich nicht selbst vertreten, haben keine Lobby und sind deshalb auf eine besondere Betreuung und Fürsorge angewiesen. Bedingungen zu schaffen, die es Kindern ermöglichen, sich frei nach Ihren vielfältigen Fähigkeiten zu entwickeln, sollte für die Gesellschaft höchste Priorität haben. Gezielte Maßnahmen der Stadtpolitik können dazu beitragen, dass aus Kindern einmal selbstbewusste und verantwortungsvolle Erwachsene werden.

Die Bunte Linke setzt sich für eine Stadtpolitik ein, die kindliche Bedürfnisse berücksichtigt und Möglichkeiten für freies, gefahrloses Spielen und Leben von Kindern in der Stadt schafft.
Dazu gehören:
die Bereitstellung von zusätzlichen Freiräumen, Spielstraßen und kindgerechten Aktivspielmöglichkeiten
die Öffnung von Innenhöfen von Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten und Kirchgärten
die Einrichtung von Spielbetreuungsmodellen in Bereichen mit besonderen sozialen Problemen
eine Verkehrspolitik, die es Kindern ermöglicht, sich in der Stadt zu Fuß oder per Fahrrad sicher fortzubewegen (vernetzte Radwege)

Wir setzen uns ein für eine städtische Sozialpolitik, die allen Eltern, besonders berufstätigen, einkommensschwachen und allein Erziehenden Kinderbetreuung bietet. Dazu gehören
ausreichende Hortplätze und erweitertes Kernzeitprogramm mit flexiblen Öffnungszeiten,
Ferienbetreuung in ausreichendem zeitlichen Umfang,
die Förderung demokratischer Mitbestimmung privater Elterninitiativen
sowie die Bezuschussung und Hilfe für
private Krabbel- und Kindergruppen,
Hausaufgabenbetreuungsmodelle, besonders für ausländische Kinder und Kinder aus einkommensschwachen Familien und
die Förderung und Erweiterung von Institutionen, die Kinder unterstützen in Problemsituationen, bei Misshandlungen und sexueller Gewalt.

Jugendliche

In Heidelberg sind 40% der Einwohner unter 30 Jahre alt. Ihre Wünsche und Bedürfnisse sind ernstzunehmen und zu berücksichtigen. Sieht man sich aber die Altersstruktur der entscheidenden Gremien (z.B. Gemeinderat, Stadtjugendring, etc.) an, so fällt auf, dass die gewählten Repräsentanten um einige Jahre älter sind, als diejenigen, deren Interessen sie vertreten sollen. Institutionen wie der Jugendrat haben so gut wie kein Mitspracherecht. So kommt es, dass sich junge Menschen mit ihren Anliegen und Wünschen in den politischen Institutionen gar nicht vertreten fühlen.

Deshalb gilt es nach neuen Ansätzen zu suchen:

Junge Menschen sind ganz und gar nicht unpolitisch. Sie werden aktiv und zeigen Engagement, wenn sie merken, dass die Politik der Erwachsenenwelt sie ihrer und anderer Mitmenschen Zukunft beraubt. Der massive Protest Heidelberger Schüler gegen den Irak-Krieg und der Kampf der Studenten gegen den Ausbildungsnotstand an den Universitäten haben gezeigt, dass Jugendliche sich den Verhältnissen nicht hilflos beugen sondern bereit sind, menschenfeindlicher Politik Widerstand entgegenzusetzen.

Wir fordern:

Dem Jugendrat wird mehr Mitspracherecht eingeräumt.

Der Jugendrat wird von allen Heidelberger Schülern gewählt.

Er kann bei jugendpolitischen Fragen eine erneute Beratung im Gemeinderat verlangen.

Darauf aufbauend müssen die Voraussetzungen geschaffen werden jungen Menschen die Verwirklichung selbstbestimmter und –verwalteter Projekte zu ermöglichen. Dies wird von ihnen gewollt und gefordert. Hierzu müssen kostenlos Räume zur Verfügung gestellt werden. Autonomes Zentrum, Jugendhalle, die Freigabe von Schulhöfen und öffentlichen Raums seien hier als Beispiele angeführt. Dies ist eine wichtige Alternative zu kommerziellen Angeboten.

Auch bei der Jugendarbeit in Vereinen muss unserer Meinung nach in Zukunft differenziert werden. Voraussetzung für die Bezuschussung durch die Stadt Heidelberg muss sein, dass die Vereine ihren sozial schwächeren Mitgliedern die Beiträge teilweise oder ganz erlassen.

Innerhalb des Stadtgebietes muss ein flächendeckendes, angemessenes Nahverkehrsangebot gewährleistet werden. Es muss für Jugendliche auch spät nachts noch möglich sein sicher mit Bus und Bahn nach Hause zu kommen. Die Nachttouren sind beizubehalten bzw. auszuweiten, die Taktzeiten zu verdichten. Des weiteren fordern wir eine Angleichung des Auszubildenden-Tickets an das Semesterticket.

Integration und Förderung von Ausländern, behinderten und sozial schwachen Jugendlichen ist wichtig um Ausgrenzung vorzubeugen und den sozialen Ausgleich in Heidelberg zu bewahren. In sozialen Brennpunkten müssen deshalb besondere Angebote eröffnet werden.

Die Bunte Linke fordert deshalb :

eine Jugendpolitik, die diesen Namen dadurch verdient, dass Jugendliche mitreden und mitgestalten können

Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten, die Jugendlichen in Selbstverwaltung nutzen können

die Vereine stärker in die Pflicht zu nehmen , wenn es um Jugendarbeit geht.

Bezahlbarkeit des ÖPNV bei Ausweitung des Angebots und Ausrichtung auf die Bedürfnisse junger Menschen

Integration sozial benachteiligter Gruppen

Stand:15.03.04

© Bunte Linke 2003