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Schutz der Natur heißt auch: Schutz des Menschen
Die Heidelberger haben das Glück, in einer Stadt zu leben, die eingebettet ist in eine reizvolle, natürlich wirkende Umgebung. Der Anteil von Grünflächen am Stadtgebiet ist hoch. Der "Siedlungsdruck" auf diese naturnahen oder landwirtschaftlich genutzten Gebiete durch menschliche Aktivitäten und Begehrlichkeiten ist groß, ihr Erhalt ist in vielen Fällen nur möglich, wenn die Stadt sich dem Naturschutz verpflichtet fühlt, wenn Freiflächen als Erholungsräume freigehalten werden, wenn Bereiche, in denen bedrohte Tiere und Pflanzen vorkommen, unter Schutz gestellt werden, und wenn dieser Schutz auch aktiv betrieben wird. Der Erhalt einer funktionsfähigen natürlichen Umgebung ist auch Schutz für den Menschen. Deshalb ist er öffentliche Aufgabe.
Dies heißt vor allem:
Das Wachstum der Stadt zu begrenzen ( s.a. Stadtentwicklung und Regionalplanung )
Die vorhandenen Waldgebiete, Freiflächen, Biotope und Naturschutzgebiete zu bewahren.
Dafür Sorge zu tragen, daß die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in unserer Region wieder wächst statt weiter abzunehmen.
Die Waldgebiete sind nach wie vor durch die Ursachen des Waldsterbens bedroht. Nur etwa ein Drittel der Bäume ist dem Augenschein nach gesund. Zwar ist die Luftverschutzung durch die Industrie zurückgegangen, bei der Luftbelastung durch den Verkehr halten sich Abgasreinigung und Zunahme des Verkehrs die Waage. Die im Boden vorhandenen Schadstoffe wirken fort, hinzu kommen im letzten Jahr eine Trockenheit durch die Klimaveränderung und ein zu hoher Wildbestand, der eine Selbstverjüngung des Waldes verhindert.
Die Waldwirtschaft wirft schon seit Jahren keinen oder keinen wesentlichen Gewinn ab. Wirtschaftliche Aspekte sind also bei der "Bewirtschaftung" des Waldes nicht im Vodergrund. Der Wald hat heute also im wesentlichen eine Funktion für die Erhaltung eines naturnahen Gebietes, für den Klimaschutz, für den Erosionsschutz , für die Naherholung.
Hier fordert die Bunte Linke:
Eine naturnahe Waldbewirtschaftung, die vor allem auf die Selbstverjüngung des Waldes setzt.
Die Einrichtung von wenig oder gar nicht bewirtschafteten Waldgebieten (Schonwälder, Bannwälder) in sinnvoller Zuordnung zu Biotopen und Naturschutzgebieten.
Eine Reduzierung des Schalwildbestandes, z. B. auch durch die Wiederansiedlung von ehemals heimischen Beutegreifern (Wildkatze, Luchs, Uhu).
Die Freiflächen zwischen den Stadtteilen, aber auch im Innenstadtbereich bestehen zum Teil aus hochwertigen (Sekundär-) Biotopen. Sie gilt es zu erhalten und durch eine Vernetzung untereinander und mit Wald- und Naturschutzgebieten einen zusammenhängenden großen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen.
Maßnahmen hierzu sind:
Kartierung von Biotopen, um den Bestand zu erfassen
Bestimmung in Bebauungsplänen, auch für eine "Nicht-Bebauung"
Kauf von Schlüsselgrundstücken durch die Stadt, Auflagen beim Verkauf städtischer Grundstücke oder von Grundstücken, für die die Stadt ein Vorkaufsrecht besitzt
Naturnähere Gestaltung städtischer Anlagen und Freiflächen
Beratung und Motivation von Eigentümern privater Grundstücke
Unterstützung der Pflege von Biotopen durch die Umweltverbände
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