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Nutztierhaltung
Es ist moralisch nicht vertretbar, vom Tier stammende Lebensmittel so zu erzeugen, daß Tieren hierbei durch Zucht, Haltung, Verabreichung von Leistungsförderern oder Transport Schmerzen, Leiden, Schäden oder unnötige Angst zugefügt werden.
Deshalb fordert die Bunte Linke:
Die Stadt Heidelberg muß sich daher in Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen, daß die Haltungsbedingungen von Nutztieren an die Bedürfnisse der Tiere angepaßt sind, insbesondere daß
keine Massentierhaltung auf engstem Raum stattfindet.
ein ausreichender Auslauf für die Tiere gewährleistet ist.
kein Transport der Tiere unter Bedingungen stattfindet, die Angst und Leiden bei den Tieren verursacht.
Haustiere
Haustiere sind häufig geliebter Begleiter von Menschen und fördern ihre Ausgeglichenheit und Gesundheit. Aber auch im Bereich der Haustiere darf Tierhaltung und Tierzucht nicht auf Kosten der Tiere gehen.
Deshalb fordert die Bunte Linke:
Die Stadt Heidelberg setzt sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür ein
den Tierschutzgedanken zu fördern.
Mißstände in der Zucht, im Tierhandel und in der Tierhaltung zu beseitigen.
Die Stadt Heidelberg trägt dafür Sorge, daß
in Not geratene Tiere versorgt werden. Für die Erfüllung dieser Aufgaben ist die Erhaltung des Tierheimes unerläßlich.
sich die Sätze der Hundesteuer auch an den sozialen Gegebenheiten von Hundebesitzern (z.B. Sozialhilfeempfängern, Kleinrentnern) orientieren.
Zur Schau gestellte Tiere (Zoo, Zirkus)
Es ist fraglich, ob der Mensch das Recht hat, Tiere in zoologischen Gärten, Wildgehegen und ähnlichen Einrichtungen, in Tierschauen und Zirkussen zu halten, zur Schau zu stellen oder zur Unterhaltung vorzuführen. Diese Tiere sind gezwungen, in einer vom Menschen gestalteten Umwelt zu leben, der sie sich nur bedingt anpassen können. Eine Rechtfertigung für die Haltung von Wildtieren in den genannten Einrichtungen können Zucht zur Arterhaltung, pädagogische Ziele und wissenschaftliche Forschung sein.
Deshalb fordert die Bunte Linke:
Findet eine solche Tierhaltung statt, wird die Stadt Heidelberg darauf hin wirken,
daß für die Tiere ein höchstmögliches Maß an Wohlbefinden sichergestellt ist und die Haltungsbedingungen so artgemäß und verhaltensgerecht wie möglich gestaltet werden. Ist eine artgerechte Haltung nicht möglich - wie im Heidelberger Zoo bei Großtieren und Greifvögeln - sollen diese Tiere nicht gehalten bzw. an andere zoologische Gärten abgegeben werden.
daß keine Tierschauen stattfinden, die nur wirtschaftlichen Zielen dienen oder in denen Bewegungsfreiheit und Sozialkontakte der Tiere sowie menschliche Kontakte tierwidrig eingeschränkt werden. |